Von der gefeierten Laurel inspirierte Modelle werden zu festen Mitgliedern der Seiko Presage Kollektion: Die unerzählte Geschichte der Transformation eines historischen Designs in moderne Produkte

1913 schrieb Seiko mit der Laurel Uhrengeschichte: Sie war die erste Armbanduhr, die vollständig in Japan gefertigt wurde, und wurde damit zu einem Meilenstein für das Unternehmen und die noch junge japanische Uhrenindustrie. Mehr als 100 Jahre später lebt ihr gestalterisches Erbe in zwei neuen Modellen der Presage Kollektion weiter.
Beide Uhren greifen prägende Elemente der Laurel auf und übersetzen sie in eine zeitgemäße Form. Besonders spannend ist eines der Modelle: Zum ersten Mal finden sich die charakteristischen arabischen Ziffern der Laurel gemeinsam mit einem Emailzifferblatt in einem regulären Presage Modell. Damit kehren gleich zwei Gestaltungselemente des historischen Originals in die Kollektion zurück – allerdings nicht als bloße Kopie, sondern als eigenständige Interpretation. Was hinter dieser Neuauflage steckt und welche handwerklichen Ideen in den beiden Zeitmessern zum Einsatz kommen, zeigt ein genauerer Blick auf ihre Entstehung.

Links: die Seiko Presage HCC005 mit Emailzifferblatt, rechts: die HCC006 mit Urushi-Lackzifferblatt. Beide Modelle greifen die markanten arabischen Ziffern der Laurel auf und verleihen ihnen mit unterschiedlichen gestalterischen Details einen modernen Charakter – elegant, eigenständig und mit einer besonderen Ausstrahlung.


Fotografie von Yu Mitamura
Text von Masaharu Nabata

Von der Hommage zum festen Bestandteil der Kollektion: Die Laurel als Ursprung der Seiko Armbanduhr

Seiko-Armbanduhren führen ihre Abstammung auf ein Modell zurück, das einen unbestreitbaren Platz in der Geschichte der japanischen Uhrenherstellung einnimmt. Dieses Modell war die Laurel, die 1913 als erste im Inland hergestellte Armbanduhr der Nation vollendet wurde.

 

Wenn man den Ursprung der Seiko Armbanduhren zurückverfolgt, führt kein Weg an einem Modell vorbei, das bis heute einen besonderen Platz in der Geschichte der japanischen Uhrmacherei einnimmt: der Laurel. 1913 fertiggestellt, war sie die erste Armbanduhr, die vollständig in Japan gefertigt wurde – und damit ein wichtiger Ausgangspunkt für die Entwicklung von Seikos Armbanduhren.

Für die Laurel kam ein Uhrwerk zum Einsatz, das ursprünglich für kompakte Taschenuhren und ähnliche Zeitmesser vorgesehen war. Mit seinen 12 Linien maß es lediglich rund 27 Millimeter im Durchmesser und fand in einem etwa 30 Millimeter großen Gehäuse Platz. Für die damalige Zeit war das eine bemerkenswert kompakte Konstruktion. Die geringe Größe stellte die Fertigung jedoch vor erhebliche Herausforderungen. Mehr als 30 bis 50 Exemplare pro Tag konnten nicht hergestellt werden.

Die Bedeutung der Laurel ging allerdings weit über die Entwicklung einer besonders kleinen Armbanduhr hinaus. Bereits 1910 war es Seiko gelungen, erstmals eine eigene Unruh-Spiralfeder vollständig in Japan zu fertigen. Drei Jahre später folgte die Herstellung des emaillierten Zifferblatts für die Laurel. Beide Komponenten fanden ihren Weg in die Uhr und machen sie damit zu einem Zeitzeugen zweier entscheidender Entwicklungen in Seikos eigener Uhrmachergeschichte.

Heute kehren diese historischen Elemente in zwei neuen Presage Modellen zurück. Ursprünglich als besondere Hommage an die Laurel entwickelt, werden sie nun Teil der regulären Kollektion. Doch warum hat sich Seiko dafür entschieden, aus einer Hommage dauerhafte Serienmodelle zu machen?

Die Designer hinter der neuen Presage Generation sahen in der Laurel mehr als ein historisches Vorbild. Sie steht für die Anfänge des Armbanduhrendesigns bei Seiko – und damit für eine Geschichte, die nicht nur in limitierten Sondermodellen weiterleben sollte. Stattdessen wollten sie ihren charakteristischen Stil einem möglichst großen Publikum zugänglich machen. Gleichzeitig bieten die neuen Modelle die Gelegenheit, einen Teil der Seiko Uhrmachergeschichte unmittelbar erlebbar zu machen und so auch Menschen, die bisher keinen Zugang dazu hatten, die besonderen Facetten traditioneller Uhrmacherkunst näherzubringen.

Ein Emaille-Zifferblatt mit dem Charakter der Laurel

Mit der HCC005 bringt Seiko ein Design zurück, das eng mit der Geschichte der Laurel verbunden ist. Zum ersten Mal finden die markanten arabischen Ziffern und das Emailzifferblatt der historischen Armbanduhr gemeinsam ihren Platz in einem regulären Modell der Presage Kollektion. Was einst ein prägendes Merkmal der Laurel war, wird damit zu einem festen Bestandteil der modernen Kollektion.

 

Seiko Presage HCC005
Im Mittelpunkt der HCC005 steht ihr Emailzifferblatt, das in einer darauf spezialisierten Manufaktur in Japan gefertigt wird. Schon die Laurel von 1913 war mit arabischen Ziffern in zwei Varianten erhältlich: entweder komplett in Schwarz oder mit einer roten 12 als einzigem Farbakzent. Die HCC005 greift diese zweite Variante auf und interpretiert den roten Akzent in einer etwas dunkleren Nuance, die sich harmonisch in die Farbgebung des gesamten Zifferblatts einfügt. Spezifikationen: Automatikaufzug, Kaliber 6R5H, 24 Lagersteine, 21.600 Halbschwingungen pro Stunde, ca. 72 Stunden Gangreserve, Edelstahlgehäuse mit 39,6 mm Durchmesser und 12,4 mm Höhe, 3 bar Wasserdichtigkeit, erhältlich ab September 2026.

Doch nicht nur die Gestaltung macht das Zifferblatt besonders. Emaille wird bei hoher Temperatur gebrannt – und jedes Zifferblatt durchläuft diesen Prozess einzeln. Dabei entstehen minimale Unterschiede in Oberfläche und Farbwirkung, die sich nicht vollständig kontrollieren lassen. Jedes Exemplar entwickelt so seinen eigenen, dezent individuellen Charakter. Kein Zifferblatt gleicht dem anderen und verleiht damit auch jeder einzelnen Uhr eine ganz eigene Ausstrahlung.

Typisch für die HCC005 ist der warme, cremige Glanz der Emaille. Verantwortlich dafür ist die Emailschicht selbst, die der Oberfläche ihre weiche und zugleich lebendige Wirkung verleiht. Sowohl Emailarbeiten als auch Shippo-Emaille basieren auf einer glasartigen Glasur, die bei rund 850 °C gebrannt und mit einer Metallplatte verbunden wird. Während Emaille vor allem bei Gebrauchsgegenständen und Produkten zum Einsatz kommt, ist Shippo-Emaille traditionell stärker in der dekorativen Kunst und im Bereich kunsthandwerklicher Arbeiten zu Hause.

Schwarzes Urushi, goldene Akzente: Japanische Handwerkskunst neu interpretiert

Emaille ist nicht das einzige traditionelle japanische Material, mit dem Seiko die Zifferblätter seiner Presage Modelle veredelt. Auch Urushi-Lack und Arita-Porzellan gehören zum handwerklichen Repertoire der Kollektion. Neben der hellen Emaille-Variante ergänzt nun ein Modell mit tiefschwarzem Urushi-Zifferblatt die neuen Laurel inspirierten Zeitmesser. Der starke Kontrast zwischen Weiß und Schwarz gibt den beiden Uhren dabei zwei völlig unterschiedliche Ausdrucksformen – und macht den direkten Vergleich besonders reizvoll.

Trotz ihrer unterschiedlichen Materialien verbindet beide Modelle dieselbe gestalterische Idee: die charakteristischen Proportionen und arabischen Ziffern der Laurel in die Gegenwart zu übertragen. Bei der Umsetzung gehen die Designer jedoch bewusst unterschiedliche Wege. Das helle Emailzifferblatt erhält schwarze Ziffern und Markierungen, die sich klar vom weißen Grund abheben. Beim schwarzen Urushi-Zifferblatt kommt dagegen Gold zum Einsatz. Ziffern und Indizes setzen warme Akzente und bringen den dunklen Hintergrund zum Leuchten.

Gerade in diesen Details zeigt sich, wie unterschiedlich ein und dieselbe Designidee wirken kann. Für jedes Zifferblatt entwickelten die Designer eigene Lösungen, die nicht nur die Optik der Laurel aufgreifen, sondern zugleich die besonderen Eigenschaften des jeweiligen Materials zur Geltung bringen.

Seiko Presage HCC006
Die HCC006 entstand unter der Leitung von Isshu Tamura, einem renommierten Meister der Kanazawa Maki-e Goldlackkunst. Auf dem tiefschwarzen Urushi-Zifferblatt sorgen fein ausgeführte goldfarbene Indizes und Zeiger für einen ausdrucksstarken Kontrast. Trotz ihrer Präsenz bleibt die Gestaltung bewusst zurückhaltend und verleiht der Uhr eine elegante, fast schon ruhige Ausstrahlung. Spezifikationen: Automatikaufzug, Kaliber 6R5H, 24 Lagersteine, 21.600 Halbschwingungen pro Stunde, ca. 72 Stunden Gangreserve, Edelstahlgehäuse mit 39,6 mm Durchmesser und 12,4 mm Höhe, 3 bar Wasserdichtigkeit, erhältlich ab September 2026.

Bei der Gestaltung der Indizes für das Urushi-Zifferblatt war jedes Detail entscheidend. Auf einem Emailzifferblatt lässt sich die Wirkung der Markierungen unter anderem über die Stärke der aufgetragenen Schicht steuern und ihnen dadurch eine gewisse räumliche Tiefe verleihen. Urushi stellt die Designer dagegen vor eine ganz andere Aufgabe: Auf dem tiefen, glänzenden Schwarz des Lacks können selbst markante Details schnell an Wirkung verlieren.

Die Lösung bestand darin, kleine Metallelemente auf dem Urushi-Grund anzubringen und so den goldenen Schimmer der Indizes zu erzeugen. Dabei sollte jedoch kein auffälliger Glitzereffekt entstehen. Gewünscht war vielmehr ein sanftes, ruhiges Leuchten, das von einer bewusst matten Oberfläche ausgeht. Diese Balance zwischen Präsenz und Zurückhaltung zu erreichen, erwies sich als besondere Herausforderung.

Eine ähnliche Aufgabe stellte sich bei den Zeigern. Auch sie wirkten auf dem dunklen Urushi zunächst zu zurückhaltend. Eine vollständig matte Oberfläche kam jedoch ebenfalls nicht infrage, da sie zu körnig gewirkt und den Blick stärker auf die Metallstruktur gelenkt hätte. Deshalb erhielten die Designer den zentralen Bereich der Zeigeraufnahme mit einer spiegelnden Politur. Die Zeiger selbst wurden goldfarben ausgeführt. So entstehen feine Unterschiede in Textur und Reflexion, während gleichzeitig verhindert wird, dass sich die Zeiger optisch im schwarzen Zifferblatt verlieren.

Urushi ist bei Seiko Presage keineswegs eine neue Technik. Bereits seit etwa 2013 kommen entsprechende Zifferblätter in der Kollektion zum Einsatz, wobei sich deren Qualität über die Jahre kontinuierlich weiterentwickelt hat. Die aktuellen schwarzen Urushi-Zifferblätter überzeugen durch einen besonders satten und zugleich weichen Glanz, der ihnen eine außergewöhnlich tiefe und elegante Wirkung verleiht.

Auch die HCC006 verbindet diese handwerkliche Tiefe mit der Formensprache der Laurel. Ihre eleganten arabischen Ziffern orientieren sich am historischen Vorbild, wurden jedoch speziell auf die Eigenschaften des Urushi-Zifferblatts abgestimmt. Gerade hier wird deutlich, dass die beiden neuen Modelle zwar dieselbe gestalterische Idee teilen, bei ihrer Umsetzung aber vor ganz unterschiedlichen Herausforderungen standen.

Ein schönes Detail findet sich bei den Zeigern: Der zentrale Bereich an ihrer Basis und der Sekundenzeiger unterscheiden sich farblich bewusst von den übrigen Zeigern, den Indizes und der Minuterie. Und auch bei den Ziffern lohnt sich ein genauer Blick. Die „4“ besitzt eine ungewöhnliche, eigenständige Form. Ein kleines Detail, das direkt auf den charakteristischen Schriftstil der historischen Laurel zurückgeht.

Fließende, elegante Gehäuselinien

Das raffinierte Gehäusedesign zeichnet sich durch elegant fließende Linien aus. Das Zifferblatt selbst zieht als Herzstück des Designs alle Aufmerksamkeit auf sich, wobei das Gehäuse nahtlos in die Bandanstöße übergeht und eine anmutige, geschwungene Form vollendet, die sich auf natürliche Weise am Handgelenk anschmiegt.

Ein weiteres Merkmal des Gesamtdesigns der neuen Modelle ist die nahtlose Integration der Anstöße und des Gehäuses, eine Verschmelzung, die die Schönheit des Zifferblattdesigns – das Herzstück des Produkts – hervorhebt. Beide neuen Modelle streben nach Proportionen, die der ansehnlichen Erscheinung des ursprünglichen Laurel-Designs gerecht werden. Darüber hinaus ist die Lünette schmal und eng gefasst, um das Zifferblatt breiter erscheinen zu lassen, das Glas über dem Zifferblatt nutzt eine sanfte Wölbung, und der umgebende Metallteil des Gehäuses ist dünn für eine breite Zifferblattöffnung – all dies führt zu einer leichten, eleganten Erscheinung.

Von vorne betrachtet, wird die schlanke, markante Ästhetik des Gehäusedesigns offensichtlich. Die schmale Lünette geht nahtlos und elegant in die Bandanstöße über und verleiht dem Zeitmesser eine angenehm kompakte, straffe Gesamterscheinung.

Bedeutende historische Modelle als Hommage an die Laurel

Die Laurel, die den Ausgangspunkt der Seiko-Armbanduhren darstellte und ein höchst ikonisches Modell für sich war, etablierte sich als feste Marke innerhalb des umfassenden Angebots von Seiko, wobei ihre Produktion bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg fortgesetzt wurde. Im Laufe der Jahre hat Seiko mehrere von der Laurel inspirierte Modelle mit Emailzifferblatt herausgebracht, darunter die Laurel SV925 im Jahr 1995 und die Laurel 4S28-0040 im Jahr 2000.

Seiko Presage SPB359
Automatischer Aufzug (Kal. 6R5H), 29 Steine, 28.800 VPH, ca. 45 Stunden Gangreserve, Edelstahlgehäuse (37,5 mm Durchmesser, 12,6 mm Dicke), 5 atm Wasserdichtigkeit. Nicht mehr zum Kauf erhältlich.
Seiko Presage SPB401
Automatischer Aufzug (Kal. 6R5H), 29 Steine, 28.800 VPH, ungefähr 45 Stunden Gangreserve, Edelstahlgehäuse (40,2 mm Durchmesser, 12,8 mm Dicke), 10 atm Wasserdichtigkeit. Nicht mehr zum Kauf verfügbar.

Im Jahr 2013 wurden zwei Modelle der Seiko Presage mit Emailzifferblättern veröffentlicht, um den 100. Jahrestag der Seiko Armbanduhren zu feiern. Zehn Jahre später markierten die Modelle SPB359 und SPB401 den 110. Jahrestag von Seiko. Mit der charakteristischen Schriftart der arabischen Ziffern und der roten 12-Uhr-Markierung interpretierten diese beiden Modelle das ursprüngliche, historische Design der Laurel neu und passten es an den zeitgenössischen Geschmack an.

Alternative Designwurzeln basierend auf der „Timekeeper"-Taschenuhr

Der „Timekeeper", Seikos allererste Taschenuhr, inspirierte das kreative Design der Modelle, die dem emaillierten Modell HCC005 und dem lackierten Modell HCC006 vorausgingen.

Der Timekeeper wurde 1895 veröffentlicht und war Seikos erste Taschenuhr. Das Unternehmen war zu dieser Zeit nicht in der Lage, alle benötigten Teile selbst herzustellen, und improvisierte daher, indem es die Hauptkomponenten von Herstellern in der Schweiz und anderswo erwarb und diese dann in ein im Inland gefertigtes Gehäuse einbaute.

Diese früheren Modelle verwendeten ebenfalls emaillierte und lackierte Zifferblätter. Die Indexe nutzten römische Ziffern, die an die des ursprünglichen Timekeepers erinnerten, welche feine Schriftarten mit Ziffern verwendeten, die so dünn waren, dass sie aus der Entfernung nur als ununterscheidbare vertikale Balken erschienen. Die Modelle zum 100-jährigen Jubiläum von Seiko ließen diese römischen Ziffern wieder aufleben, wobei diese Neuinterpretationen Ziffern und Markierungen mit dickeren Strichen verwendeten, um eine größere visuelle Balance anzustreben, mit Ergebnissen, die Eleganz bewahrten, aber einen moderneren Look boten.

Seiko Presage SPB495
Spezifikationen: Automatikaufzug (Kal. 6R5H), 24 Rubine, 21.600 VPH, ca. 72 Stunden Gangreserve, Edelstahlgehäuse (40,2 mm Durchmesser, 12,1 mm Dicke), 10 atm Wasserdichtigkeit.

Angetrieben von einem mechanischen Uhrwerk, verwendet das Modell dicke, lange, blattförmige Zeiger in Blau für das Emaille-Zifferblatt-Modell und Gold für das mit urushi-Lack versehene Zifferblatt-Modell.

Seiko Presage SPB499
Spezifikationen: Automatikaufzug (Kal. 6R5H), 24 Steine, 21.600 VPH, ca. 72 Stunden Gangreserve, Edelstahlgehäuse (40,2 mm Durchmesser, 12,1 mm Dicke), 10 atm Wasserdichtigkeit.

Das Zifferblatt dient bei beiden Modellen als Gesicht des Produkts. Da die Träger ihre Uhr Tag für Tag wiederholt betrachten, verzichtet das Design auf alle Elemente, die in irgendeiner Weise angespannt oder uneinladend wirken könnten, um ein beruhigendes, angenehmes Erscheinungsbild zu schaffen, das den Blick immer wieder auf sich zieht. Diese Designphilosophie passt sowohl zum Laurel als auch zum Timekeeper.

Die Handwerkskunst und Bestrebungen der Designer in den neuen, historisch inspirierten Modellen

Diese ikonischen Modelle der Vergangenheit, tief verwurzelt in Seikos reicher Geschichte, inspirierten und leiteten die Entwicklung der neuen HCC005 und HCC006. Das Ziel des Entwicklungsteams war es, Uhren zu schaffen, die die Tiefe und Faszination der Uhrenherstellung vermitteln und zu Uhren werden, die Kunden über viele Jahre hinweg schätzen können.

Im Mittelpunkt dieser Produkte steht der Respekt vor den Handwerkern, die die Zifferblätter mit ihren eigenen Händen fertigen: Designer streben danach, Designs zu verwirklichen, die die Handwerker und ihren Wunsch zu erschaffen inspirieren, und die Handwerker antworten ihrerseits mit Engagement und Motivation und produzieren verfeinertere Endprodukte. 

Die Entwicklung eines guten Uhrendesigns beinhaltet weit mehr als das Anfertigen von Zeichnungen des Endprodukts. Designer besuchen Produktionsstätten und vertiefen ihr Wissen über Email, urushi-Lack und andere handwerkliche Verfahren sowie Materialeigenschaften. Die enge Kommunikation mit den Handwerkern und den Ingenieuren von Seiko schafft Vertrauensbande, die dazu beitragen, Designs mit feinfühligerer Berücksichtigung der Fertigungstechniken hervorzubringen.

Heutzutage richten Hersteller ihre Aufmerksamkeit darauf, Waren zu produzieren, die Menschen über viele Jahre hinweg nutzen und wertschätzen können—und die emaillierten Zifferblätter von Seiko sind ein Beispiel dafür. Es gibt jedoch nur noch wenige Emaillierer, die dieses Handwerk beherrschen und in der Lage sind, Uhren-Zifferblätter herzustellen. Die Förderung zukünftiger Generationen, um zu verhindern, dass dieses Handwerk verschwindet, ist ein weiterer Grund, warum Seiko sich dafür entschieden hat, die HCC005 zu einem regulären Modell anstelle eines limitierten Angebots zu machen. 

Der Ansatz, enge Zusammenarbeit zwischen Entwicklern, Designern und Handwerkern an vorderster Front der Fertigung anzustreben, um ein hohes Maß an Motivation und Engagement in der Herstellung aufrechtzuerhalten, ist der Schlüssel zur Schaffung attraktiverer und schönerer Endprodukte.

Warum genau setzt Seiko Produktionsprozesse ein, die solch umfassende, traditionelle Handwerkstechniken integrieren?

Die Antwort liegt in dem Konzept, auf dem Seiko die Marke Presage aufgebaut hat, die mittlerweile zu einer allgegenwärtigen globalen Präsenz geworden ist: die Integration japanischer Ästhetik in mechanische Uhren und deren Ausstattung mit anmutigen Zifferblättern, die auf traditionellen japanischen Handwerkstechniken und Ästhetik beruhen.

Darüber hinaus ist Seiko Presage eine Marke, die in der Lage ist, kontinuierlich Modelle in erheblichen Mengen zu produzieren, was die Bemühungen erleichtert, sicherzustellen, dass zukünftige Generationen traditionelle Handwerkstechniken, die nun am Rande des Aussterbens stehen, weiterführen können. In einem Interview mit dem Produktentwicklungsteam betonten die Mitglieder, dass ihre Produkte, einschließlich Arbeiten aus Email, Lack, Cloisonné und Arita-Porzellan, Kooperationen mit den Kunsthandwerkern und Ingenieuren an den Produktionsstätten waren. Sie sagten auch, dass sie hoffen, die Weiterentwicklung der Stücke aufrechtzuerhalten und kontinuierlich Verbesserungen vorzunehmen, um sicherzustellen, dass diese Handwerkskünste auch in Zukunft Teil unserer Welt bleiben.

Das Team hofft auch, dass Uhrenliebhaber, wenn sie ein Presage-Zeitmesser in die Hand nehmen, von der Schönheit der Emailarbeit und dem tiefen Glanz des urushi-Lacks begeistert sein werden. Durch das Teilen der Faszination traditioneller Handwerkskunst über seine Uhren hinweg möchte Seiko diese Handwerkskünste einem weltweiten Publikum vorstellen und eine neue Wertschätzung für die Traditionen selbst kultivieren.

Wenn eine ausländische Konkurrenzmarke Armbanduhren herstellen würde, die traditionelle Fertigungsansätze wie wir verwenden, läge die Preisspanne erheblich höher als das, was Seiko anbietet. Keine andere Marke als Seiko Presage könnte diese zu einem Preis anbieten, der für so viele Uhrenliebhaber erschwinglich ist. Diese Zugänglichkeit spricht nicht nur für den Wert dieser neuen, von Laurel inspirierten Modelle—sie unterstreicht auch die Bedeutung der Presage Kollektion selbst.